Theatron-Musiksommer im Olympiapark

Theatron Musiksommer

Warum zum Theatron-Musiksommer? Weil es so schön ist, die Abendstimmung und das Licht über dem Olympiasee zu erleben, ein paar Vögel kreisen zu sehen und dabei Live-Musik zu hören. Weil es nach dem verregneten August im Vorjahr etwas nachzuholen gibt. Und weil das Sommerfestival im Olympiapark noch mehr bietet als Musik.

Feuerwerk und Wakeboard-Shows

Das umfangreiche Theatron-Programm ist grob nach Musikrichtungen und Themen unterteilt, die man auf der Website oben findet. Am kommenden Donnerstag wird es wohl sehr voll werden, auch wenn nicht jeder auf A-Capella-Gesang steht, denn hinterher gegen 22.15 Uhr gibt es das große Feuerwerk. Aber das ist ja am anderen Ende des Sees genauso schön. Das Feuerwerk wird zwei Wochen später am 20. August wiederholt.

Zum Auftakt des Feuerwerks präsentieren die Wakeboarder auf dem Olympiasee, was sie können. Wer sich die Wakeboard-Künste lieber tagsüber ansehen möchte, kann das am 7. und 8. August tun, am Freitag beim Training und am Samstag Wettkampf. Dazwischen gibt es 15-minütige Wakeboard-Shows (jeweils um 12, 14 und 16 Uhr). An anderen Tagen kann man gegen Bezahlung selbst aufs Board steigen – man muss nur Badesachen mitbringen. Oder man setzt sich auf einen Drink in die Beachbar und sieht zu, wie andere ihr Glück auf dem Olympiasee versuchen.

Kurzfilm ab!

Nächsten Sonntag beginnt nach einem Jazz-Abend das dreitägige Kurzfilmfestival (9. bis 11. August): Nach 22 Uhr wird die Leinwand vor der Bühne ausgerollt, dann gibt es erfahrungsgemäß etliche überraschende und auch sehr komische Kurzfilme zu sehen. Diese wurden als die besten von drei Kurzfilmwettbewerben oder -festivals ausgewählt: Bunter Hund, Deutscher Jugendvideopreis sowie flimmern & rauschen.

Am kommenden Montag (10. August) beginnt dann der Rocksommer im Theatron, der verschiedenste Rock- und Poprichtungen zusammenfasst. Wer nicht die Katze im Sack kaufen will, kann auf der Theatron-Website den Link zur Band nach Hörproben durchsuchen oder gleich bei Bandcamp stöbern. Viele Indie-Bands bieten an, nach dem Konzert am Stand eine CD zu kaufen, man sollte also an besonders gelungenen Abenden 10 oder 15 Euro parat haben.

Rocksommer im Theatron – jetzt neu mit Tanzverbot

Wer sich die Lieblingsmusik vom Theatron kauft, kann damit auch das Tanzen nachholen: Das ist neuerdings nicht mehr erlaubt. Die Plattform unter der Bühne ist mit aufblasbarem Spielzeug besetzt, das einen Strand darstellen soll, und das Ganze ist mit Absperrungen vom Publikum abgeschnitten. Die Sperrung der Plattform wird damit begründet, dass die Stufe zu hoch ist und jemand herunterfallen könnte. Aber auch auf den Plätzen im Amphitheater muss man jetzt sitzen bleiben – das brachte dem Theatron-Musiksommer auch schon den Spott einiger Bands ein sowie Kritik auf Facebook.

Warum markiert man die Kante der ehemaligen Tanzplattform nicht einfach mit einem Leuchtband und weist vor jedem Auftritt einer Band darauf hin, dass das Tanzen auf eigene Gefahr ist? Es wird ohnehin durchgesagt, dass die Treppenstufen frei bleiben müssen, dann ließe sich das doch kombinieren.

Darcy auf der Absperrung

Update 8. August: Die Stadträte Tobias Ruff (ÖDP) und Çetin Oraner (Linke) haben mittlerweile beantragt, die ehemalige Tanzfläche wieder freizugeben. Der Antrag kann per Online-Petition unterstützt werden.

Update 10. August: Der Sänger Darcy (siehe Bild) findet das Tanzverbot auch daneben und steht auch sonst nicht so auf totale Sicherheit – jedenfalls stieg er bei seiner Zugabe auf die Absperrung, um dort weiterzusingen.

Gastronomie und Picknick rund um das Theatron

Bei drei Stunden Konzert können sich auch Hunger und Durst melden. Oberhalb des Theatron gibt es immer einen Würstlstand, außerdem wird im Amphitheater Bier aus dem Bauchladen angeboten – es ist eher teuer und kommt im Plastikbecher daher, der es trotz der normalen Becherform schafft, an Schnabeltassen zu erinnern. Man darf sich aber auch etwas mitbringen, Selbstverpflegung ist erlaubt und wird auch gern genutzt. Für die große Picknickdecke wird aber vor dem Feuerwerk und an heißen Wochenenden kein Platz sein.

Es bietet sich auch an, sich in den kleinen Pausen etwas an den Ständen des angrenzenden Impark-Volksfests zu holen – Cocktails oder Cola, Burger oder Thai-Gemüse. Oder lieber hinterher flanieren, Riesenrad fahren und sich das Ganze von oben ansehen?

Riesenrad im Olympiapark

Zum Schluss noch der fürsorgliche Servicetipp: Nachts ist es im Olympiapark mehrere Grad kälter als in den inneren Stadtteilen. Eine Jacke dabei zu haben ist also in den meisten Nächten eine sinnvolle Sache.

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