
Symbolfoto: Stockenten in Wasserlache im Alten Nördlichen Friedhof (2023)
Gestern war ich mal wieder im Nordbad. Am liebsten gehe ich abends, denn da ist es ruhiger, und das Außenbecken gefällt mir mit Beleuchtung und unter dem Nachthimmel besser. Und Samstags ist besonders wenig los.
Nach diversen Bahnen in der Schwimmhalle und einem kurzen Aufenthalt in der Dampfkabine gehe ich immer raus ins Warmwasser-Außenbecken. Nach etlichen Runden fiel mir auf, dass auf dem Rasen neben dem Becken ein Entenpaar saß.
Als ich mir die beiden aus der Nähe ansah, schlief die Ente und der Erpel beobachtete die Umgebung. Ich dachte ich erst, er würde mich ignorieren oder sich eventuell ein Stück zurückziehen. Plötzlich stand der Erpel auf, die Ente hinterher, es ging zielstrebig zum Beckenrand … und beide ließen sich ins Wasser gleiten. Sie drehten ihre Runden mit der Strömung durch die kreisförmigen Bahnen und tolerierten es auch, wenn jemand knapp an ihnen vorbei schwamm.
Als ich auf dem Rückweg in die Schwimmhalle den Bademeister darauf ansprach, stellte sich heraus, dass die beiden Enten bereits Stammgäste sind. Ob sie auch auf den Grünflächen des Nordbads brüten und dann mit Nachwuchs ins Wasser kommen werden, wird sich zeigen – es kann auch sein, dass sie noch etwas Besseres finden.
Wer mag, kann gern ein Update in den Kommentaren hinterlassen. (Fotografieren darf man im Schwimmbad aber nicht.)