Letzte Nacht wurde das israelische Restaurant „Eclipse“ in der Münchner Maxvorstadt angegriffen: Nach Betriebsschluss gingen mit lautem Knall zwei Fensterscheiben durch Pyrotechnik zu Bruch, Polizei und Staatsschutz ermitteln.
Als ich heute Nachmittag kurz vorbei schaute, stand ein Gastronom vor der Tür, dann kam ein Radfahrer vorbei und stieg ab … Er überreichte dem Gastronomen einen Blumenstrauß, um dem Angriff und dem etwas trostlosen Anblick der zugeklebten Scheiben etwas entgegen zu setzen.
Bild: Blick in die Schellingstraße mit Kran und Aufstockungsbaustelle
In jedem Münchner Stadtbezirk findet eine jährliche Bürgerversammlung statt, in der Maxvorstadt fällt sie üblicherweise in den November. Bürgerinnen und Bürger können Anfragen formulieren und Anträge stellen.
Heuer beteiligten sich insgesamt nur 15 Personen, es gab wenig wirklich heiße Themen, sodass ich in dieser Nachlese etwas anderes schildere – meine selbst gestellten Anträge und was sie gebracht haben, obwohl sie keine Mehrheit bekamen.
Das Foto von der Baustelle in der Schellingstraße hat mit meinem ersten Antrag zu tun, dieses Thema könnte auch für andere Viertel mit geschlossener Bebauung interessant sein. Der Antrag zur Wanderbaumallee im unteren Teil und die politische Einordnung der Sache im letzten Teil ist für ganz München bedenkenswert. Wer mag, darf meine Anträge oder Passagen daraus gern übernehmen und auf das eigene Viertel übertragen. Doch vorab gibt es einige allgemeine Informationen mit Tipps zur Bürgerversammlung.
Artikel aktualisiert und um das ZEGG erweitert im November 2025.
Vor einigen Wochen war ich bei einem interessanten Vortrag der Autorin Anke Richter, die in Neuseeland lebt und sich als Sektenjournalistin bezeichnet. Sie hat in mehreren Sekten recherchiert, aber auch persönliche Erfahrungen in spirituellen Bewegungen gesammelt und sich darüber Gedanken gemacht. Da die Bedeutung des Themas teils weit über Sekten hinaus reicht, möchte ich einige Erkenntnisse und Eindrücke hier festhalten.
Eigentlich sollte hier statt Andreas Rebers‘ Einlage zum Autofasten eine Portion selbst kreierter Satire stehen. Ich hatte es mir so schön vorgestellt: Ich radle zum nächsten Lidl, fotografiere die weiß-blauen Milchtüten mit dem Schriftzug Heimat und stelle das Foto online, hier ins Blog oder auf Facebook. Und dazu der Text: Diese Milchtüte hat mehr Reichweite als Söders und Seehofers Heimatministerium. (Dieses befindet sich übrigens in Nürnberg. Viele Münchner wissen gar nicht, dass es diese Nürnberger Filiale des Finanzministeriums überhaupt gibt oder gar, wofür das Heimatministerium eigentlich zuständig ist.)
Und dann stehe ich am Freitag im Lidl vor dem Regal mit den Milchprodukten und sehe: Auf den Tüten steht gar nicht Heimat. Da steht: Bayern. Das frühere Regionalmarketing unter dem Namen „Heimat“ ist längst verschwunden, und die damaligen Tüten waren auch gar nicht weiß-blau, sondern rot – wie mir dank Googles Bildersuche auch wieder eingefallen ist. So kann man sich täuschen! Das Gehirn baut ja ständig um und schafft nebenbei alternative Fakten.
Wenigstens hat dieses Blog eine beständige Erklärung parat, warum Bayern eine starke Marke ist – und eine stärkere als Heimat: Dahinter steckt König Ludwig I. von Bayern. Und Seehofer kommt in diesem Blogartikel auch vor.