
Bild (22.07.): Viele neue Baumstümpfe im Friedhof nach den Fällungen im Juli 2026
Im Juli 2026 war der Alte Nördliche Friedhof tagelang gesperrt, weil etliche Bäume gefällt wurden: Nach Auskunft der Städtischen Friedhöfe München waren es 13 Stück, davon 11 Eschen. Die Fällungen haben an manchen Stellen deutlich erkennbare Lücken hinterlassen.
Dass es vor allem Eschen getroffen hat, ist nicht so überraschend: Das Eschentriebsterben fordert viele Opfer, seit der Verursacher – ein Schlauchpilz – vor Jahren aus Asien eingeschleppt wurde und sich in Europa verbreitet.
Die Fällungen mitten im Sommer fand ich schon eher verwunderlich: Immerhin ist es nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 39) in der Zeit zwischen 1. März und 30. September verboten, Bäume und andere Gehölze abzuschneiden oder zu beseitigen. Hintergrund ist, dass ein eine Fällung im Frühjahr und Sommer die Vögel stören könnte, in den Bäumen brüten, außerdem könnten die Baumhöhlen der Eichhörnchen und Siebenschläfer betroffen sein. Daher ist eine Fällung in diesen Monaten genehmigungspflichtig.


