Autorenarchiv: Irene Gronegger

Radlhauptstadt oder Autotunnel – die Diskussion zur Wahl

In sechs Wochen wird in München der Oberbürgermeister neu gewählt. Deshalb bat der ADFC gestern abend zwei Kandidatinnen und vier Kandidaten aufs Podium und ließ einige Themen rund um den Radverkehr diskutieren. Es debattierten Dieter Reiter (SPD), Josef Schmid (CSU), Sabine Nallinger (Grüne), Michael Mattar (FDP), Brigitte Wolf (Linke) und Tobias Ruff (ÖDP).

Die Eingangsfragen dienten dem lockeren Auftakt und knüpften teils an die Wahlkampfslogans der Parteien an: „Fahren Sie doch, wie Sie wollen“, heißt es bei der Münchner FDP – etwa eine Parole gegen die Radwegbenutzungspflicht? Nach der Aufwärmrunde war ein heißes Eisen dran:
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1.000 Unterschriften für die Stadtratswahl

Am 16. März finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Parteien und Listen, die noch nicht im Münchner Stadtrat vertreten sind, können nur antreten, wenn sie bis zum 3. Februar 1.000 Unterschriften für ihre Kandidatur sammeln – die Deadline ist 12 Uhr Mittags. Für Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl wird ebenso gesammelt. Volljährige Unterstützer mit Wohnsitz in München müssen mit ihrem Personalausweis ins Kreisverwaltungsreferat, ins Rathaus oder zu einer Bezirksinspektion gehen. Auch nichtdeutsche EU-Bürger können mitmachen.

Wer bemüht sich alles um Unterschriften? Beim Wahlamt gibt es keinen öffentlichen Überblick aller Initiativen und Parteien, auch nicht auf Anfrage per Mail. Weiterlesen

Radfahren gegen die Einbahnstraße – München und Wien

München hat in den letzten Jahren etliche Einbahnstraßen in Tempo-30-Zonen für den Radverkehr geöffnet und ausgeschildert, das heißt: Radfahrer dürfen in beiden Richtungen auf der Fahrbahn durch solche Straßen fahren. Beispiele aus der Maxvorstadt sind Heßstraße, Adalbertstraße und Kaulbachstraße. Hier geht es meistens ruhig zu, sodass es mit dem Radeln gegen die Einbahnrichtung recht gut klappt, auch wenn mancher Autofahrer die Regelung noch nicht mitbekommen hat. (Mehr dazu auf der Radlhauptstadt-Website.)

Gekennzeichnet sind die freigegebenen Einbahnstraßen in der Gegenrichtung durch die Beschilderung („Radfahrer frei“) unter dem roten Einfahrt-verboten-Schild. Auf der Fahrbahn wird es am Anfang und Ende eines Straßenabschnitts ergänzt durch ein Fahrrad-Piktogramm, einen Richtungspfeil und eine kurze weiße Linie, die andeutet, dass auf dieser Fahrbahnseite geradelt wird. Eine durchgehende Radspur oder ein Schutzstreifen ist nicht aufgemalt.

In Wien hat man anscheinend weniger nachgedacht und dafür mehr Aufwand getrieben: Weiterlesen

Neubau am Königsplatz: NS-Dokumentationszentrum

NS-Dokumentationszentrum

Das NS-Dokumentationszentrum am Königsplatz sieht fast fertig aus. Doch bis zur Eröffnung soll es voraussichtlich bis zum Jahresende dauern – Innenausstattung und Ausstellung brauchen noch Zeit. Derweil kann man sich Audioguides herunterladen und sich in einigen Minuten über verschiedene Münchner Gebäude und deren Bedeutung in der NS-Zeit informieren.