Archiv des Autors: Irene Gronegger

Radfahren gegen die Einbahnstraße – München und Wien

München hat in den letzten Jahren etliche Einbahnstraßen in Tempo-30-Zonen für den Radverkehr geöffnet und ausgeschildert, das heißt: Radfahrer dürfen in beiden Richtungen auf der Fahrbahn durch solche Straßen fahren. Beispiele aus der Maxvorstadt sind Heßstraße, Adalbertstraße und Kaulbachstraße. Hier geht es meistens ruhig zu, sodass es mit dem Radeln gegen die Einbahnrichtung recht gut klappt, auch wenn mancher Autofahrer die Regelung noch nicht mitbekommen hat. (Mehr dazu auf der Radlhauptstadt-Website.)

Gekennzeichnet sind die freigegebenen Einbahnstraßen in der Gegenrichtung durch die Beschilderung („Radfahrer frei“) unter dem roten Einfahrt-verboten-Schild. Auf der Fahrbahn wird es am Anfang und Ende eines Straßenabschnitts ergänzt durch ein Fahrrad-Piktogramm, einen Richtungspfeil und eine kurze weiße Linie, die andeutet, dass auf dieser Fahrbahnseite geradelt wird. Eine durchgehende Radspur oder ein Schutzstreifen ist nicht aufgemalt.

In Wien hat man anscheinend weniger nachgedacht und dafür mehr Aufwand getrieben: Weiterlesen

Neubau am Königsplatz: NS-Dokumentationszentrum

NS-Dokumentationszentrum

Das NS-Dokumentationszentrum am Königsplatz sieht fast fertig aus. Doch bis zur Eröffnung soll es voraussichtlich bis zum Jahresende dauern – Innenausstattung und Ausstellung brauchen noch Zeit. Derweil kann man sich Audioguides herunterladen und sich in einigen Minuten über verschiedene Münchner Gebäude und deren Bedeutung in der NS-Zeit informieren.

Wie München seine Geisterradler züchtet

Man hat den Eindruck, sie haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen: Radfahrer, die ganz selbstverständlich in der falschen Richtung auf dem Radweg unterwegs sind und dabei erwarten, dass ihnen der radelnde Gegenverkehr nach rechts ausweicht. Auch die Medien berichten gern über das Phänomen, wenn die Polizei das Thema in den Fokus rückt.

Geisterradeln ist riskant und spielt eine erhebliche Rolle bei Fahrradunfällen – die Münchner Polizei bezeichnet das Geisterradeln sogar als Unfallursache Nummer Eins bei Radfahrern. Unerwähnt bleibt dabei meistens, wie es mit einer möglichen Mitverantwortung der anderen Kollisions-Beteiligten aussieht.

Pragmatisch betrachtet, müssen alle Verkehrsteilnehmer mit Geisterradlern rechnen: Weiterlesen