Münchner Wahlplakate im Dialog

CSU-Wahlplakat Filz

„Neu ist, wenn in der Klinikleitung Kompetenz zählt, nicht das Parteibuch“, plakatieren die CSU und Josef Schmid. Nun hat die ÖDP eine Antwort aufgestellt:

ÖDP Plakat an CSU

„Liebe CSU, glaubwürdig ist, wer in den letzten Jahrzehnten kluge, grüne, soziale, moderne Politik ohne Filz gemacht hat.“ Bisschen viel Adjektive, aber sonst gut gegeben!

2 Gedanken zu „Münchner Wahlplakate im Dialog

  1. Marc

    Grundsätzlich kommen mir sämtliche Plakate zur anstehen Kommunalwahl austauschbarer vor als sonst. Oft habe ich mich gefragt, welche Partei darauf eigentlich wirbt, und für wen? Auch wenn es mir fremd ist: Ich möchte eine Lanze für den CSU-Kandidaten brechen, speziell auf diese beiden Plakate bezogen.

    Ich sehe einen bayerischen Politiker und das Wort „Filz“ … wer denkt da nicht an die CSU? Die Pointe: Das Plakat ist von der CSU! Mir vermittelt das ein Minimum an Einsicht in begangene Fehltritte. Diese, zugegebenermaßen lediglich proklamierte Abkehr vom eigenen Unfehlbarkeitsanspruch respektiere ich.

    Natürlich kann man das auch anders sehen: Zweifellos gibt es in der SPD-geprägten Münchner Kommunalpolitik ebenfalls roten Filz zu finden. Vielleicht will der OB-Kandidat der CSU damit aufräumen. Denkbar ist das schon. Aber zielführend? Ein unbekanntes CSU-Gesicht, das damit wirbt, dem Münchner Filz den Kampf anzusagen … das klingt nach gezieltem Schuss ins Knie.

    Nun die ÖDP: Eine grüne Splitterpartei, die konstant 1 Sitz im Stadtrat ergattert. Mit einem Parteivorsitzenden, der mit dem Nichtraucher-Volksentscheid assoziiert wird. Der keinen Blumentopf gegen Ludwig Spänle im Stimmbezirk Schwabing gewinnen konnte. Dessen Partei im Landtag nicht vertreten ist. Eine Underdog-Partei, die ihren OB-Kandidaten als Person nicht bewirbt und stattdessen etwas gewollt „frech“ versucht, ein CSU-Plakat zur eigenen Imagewerbung zu nutzen. Mehr ist es für mich nicht.

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