
Heute hat das Tunix Open Air begonnen: Das Festival findet (fast) jeden Sommer nahe am Königsplatz statt, auf der Wiese zwischen Glyptothek und TU-Mensa ist ein Biergarten aufgebaut. Auf den Liegestühlen und einigen Parkbänken kann man teils im Schatten der großen Bäume sitzen. Das Open Air wird von der Studentischen Vertretung der TU München organisiert, der Eintritt ist frei.
Auf der Bühne gibt es bis Freitagabend viele schöne Konzerte aus verschiedenen Musikrichtungen – viel Rock, Pop und Indie, etwas Folk, Rap und Punk (siehe Programm). Die Preise für Essen und Trinken sind günstig – Getränke gibt es ab 2,50 Euro für einen halben Liter Mineralwasser aus dem Krug, für den man fünf Euro Pfand zahlt. Die Preise für eine Grillsemmel beginnen bei 4 Euro für eine Semmel mit Bratwurst, Gyros oder Grillkäse, die Deluxe-Versionen im Fladenbrot mit Tsatsiki sind ab 5,50 Euro zu haben, der griechische Vorspeisenteller für 6 Euro. (Veganes Essen gibt es ebenfalls.)

Die Fotos habe ich am Montagnachmittag aufgenommen. Am Abend wird es meistens voller, wenn das Wetter schön ist. Das gilt ganz besonders für den Freitag, an dem sich auch viele Ehemalige der TUM im Biergarten verabreden – dann werden auch die Schlangen an den Kassen, der Getränkeausgabe und den Essensständen lang.
Am Freitagabend ist die Stimmung oft ausgelassener und die Leute tanzen vor der Bühne – aber damit muss man nicht bis Freitag warten. Für Kinder und Vorsichtige kann allerdings in der Nähe der Bühne ein Gehörschutz sinnvoll sein. Das Tunix-Publikum ist sehr gemischt, von jungen Studierenden bis zu Rentnerpaaren aus der Umgebung kommen alle, die gerade Zeit und Lust haben.
Mein erster Eindruck vom Tunix fiel einst etwas skurriler aus: Als Studentin war ich auf dem Weg vom gegenüber liegenden Geo-Institut der LMU zur TU-Mensa. Auf der Bühne stand Hans Söllner und las gerade aus einem Gerichtsurteil vor – er zitierte, was er laut Gericht nicht mehr über diverse CSU-Politiker sagen durfte. Heutzutage geht es braver zu – am frühen Nachmittag hat der Oberbürgermeister persönlich das erste Bierfass angezapft.