
Die Blausterne im Alten Nördlichen Frühling blühen wie immer Ende März und bilden einen blauen Teppich, obwohl der Monat recht kalt war. Nehmen Sie Platz:

Die Blausterne im Alten Nördlichen Frühling blühen wie immer Ende März und bilden einen blauen Teppich, obwohl der Monat recht kalt war. Nehmen Sie Platz:

Wenn man schon bei blauem Himmel am Odeonsplatz ist, kann man auch einen Abstecher in den Hofgarten machen und etwas Sonne und Frühlingsstimmung tanken. Doch am Mittwoch war in den Rabatten noch gar nichts angepflanzt, weit und breit keine Blumen, nur im Gras hinter den nackten Hecken verwelkten einige Schneeglöckchen.
Wenn man kein eigenes Thema für den wöchentlichen Blogeintrag ausgebrütet hat und sich die altgediente Taschenknipse ohnehin nicht mit dem neuen PC verträgt, kann man ja mal wieder schauen, was andere in ihre Blogs schreiben. Seit einigen Wochen läuft eine Outdoor-Blogparade zum Thema „Eure schönsten Orte“. Viel ist anscheinend noch nicht los, kein Wunder bei dem kalten und teils trüben Wetter. Doch das Stöbern wird politisch …
Lutz wohnt östlich von München und hat den Wald und seine Idylle gleich hinter dem Dorf. Anscheinend nicht mehr lange, denn die Baustelle für die A94 rückt näher: Die Isentalautobahn frisst sich durch die Landschaft, und so sieht das im Großbild aus. Da wollen wir doch mal großzügig darüber hinweg sehen, dass Lutz über sportliche Münchner Ausflügler lästert.
Durchs Isental a broade Bahn, dass der Tandler schneller hoam fahrn kann, reimten und sangen die drei von der Biermösl-Blosn schon in den Achtzigern. Nun wird die Autobahn doch noch gebaut und schafft es aus der Sphäre des Abseitigen in die Realität, fast wie so manche schlechte Verschwörungstheorie, mit der man ja auch nicht ernsthaft gerechnet hatte.
Erinnert sich noch jemand an Michael Hartmann? Er war Anfang der neunziger Jahre öfter im Fernsehen, weil er den Münchner Straßenverkehr anarchistisch aufmischte. Auf rücksichtslos zugeparkte Gehwege reagierte er ab 1988, indem er einfach über im Weg stehende Autos hinweg lief – deshalb „Autogeher“ oder „Carwalker“.
Einige seiner Medienauftritte sind noch auf Youtube zu finden. Damals war Michael Hartmann vor allem in der Maxvorstadt und in Schwabing unterwegs. Und die Gehwege waren tatsächlich dermaßen zugeparkt, dass seine Herangehensweise gar nicht so abseitig erscheint – besonders mit Rollstuhl oder Kinderwagen war damals an manchen Stellen kein Durchkommen mehr: