Autorenarchiv: Irene Gronegger

Novemberwetter – da ruft das Bildungsprogramm!

Im Oktober eröffneten die „Maxvorstädter Vorlesungen“, wie die neue dreiteilige Votragsreihe heisst, mit einem Vortrag von Klaus Bäumler. Der ehemalige Vorsitzende des hiesigen Bezirksausschusses referierte über die Entwicklung der Maxvorstadt in den vergangenen zwei Jahrhunderten. Wussten Sie, dass in den Sechzigern vorgesehen war, die Theresienstraße autobahnähnlich auszubauen und dafür Häuser abzureißen? Protestierende Bürger konnten das verhindern und dabei die Bürgerbeteiligung voran bringen. Der Altstadtring ist ein Relikt aus dieser Zeit der autogerechten Stadt, das eines Tages zum Kandidaten für den Rückbau werden könnte: Wie wär’s mit einem breiten Boulevard um die Altstadt?

Am kommenden Mittwoch, den 27. November geht es um das literarische Leben in der Maxvorstadt, es referiert Waldemar Fromm, ein Professor für Deutsche Philologie. Vielleicht erfahren wir auch einiges über die Paul-Heyse-Villa. Veranstaltungsort ist der Hörsaal M 018 im Uni-Hauptgebäude, der sich am besten über den Eingang Amalienstraße finden lässt. Dort ist die Veranstaltung ausgeschildert. Die Begleitausstellung „Die literarischen Geister der Maxvorstadt“ in der U-Bahn-Galerie ist schon vorab zu sehen (bis 13.12.) Weiterlesen →

Sammelsurium Haus der Kunst: Festival of Independents

Am Freitag eröffnete im Haus der Kunst das Festival of Independents – mit Begrüßungsreden, Live-Boxkampf und Konzert. Bis Ende November wird eine Ausstellung im ersten Stock gezeigt, begleitet von diversen Vorträgen, Seminaren, Turnieren.

Independents entpuppte sich am Sonntag als Oberbegriff für alles und jedes: Jemand hielt einen Werbevortrag für eine Biokiste, nebenan wurde gehäkelt, Green City Energy war auch irgendwie im Boot, und abends ging es um Urban Gardening – das Thema hält sich seit zehn Jahren tapfer in der Kunstszene. Dort, wo der Anarchismus-Vortrag stattgefunden hatte, konnten sich Besucher als Devotinalien linke Stadtzeitungen von anno tobak mitnehmen. Sagt ja auch die Kirche immer: Man soll die Alten ehren, und hier eben den politischen Habitus von damals. Weiterlesen →

Korruption in Bayern – ein Schnäppchenmarkt?

Ach, das geht ja schon seit über 20 Jahren, sagt mein fröhlicher Arzt, während ich meinen Arm zur Blutabnahme über den Schreibtisch lege. Dann machen wir den Schottdorf mit meinem Blut noch reicher, sage ich. Wir plaudern weiter. Der Schottdorf würde überhaupt in ganz anderen Sphären leben, Privatflugzeug und so, ein normaler Arzt bekäme den gar nicht zu Gesicht – haha, vielleicht gibt es ihn ja gar nicht?

Immerhin hat er 2007 mit seiner Spende von 25.000 Euro an die CSU ein Lebenszeichen hinterlassen. Der Journalist Hubert Denk aus Passau hatte über die Parteispende und die Labor-Affäre berichtet, was der Laborunternehmer Schottdorf mit Hilfe seines Anwalts Peter Gauweiler verhindern wollte. Es sollte nämlich nicht der Eindruck erweckt werden, eine solche Spende diene der Einflussnahme auf die behördlichen Ermittlungen gegen das Labor.

Logisch! Es wäre wirklich peinlich, wenn Ermittlungsbehörden so billig zu haben wären. Wie sollte da der Respekt vor den Beteiligten gewahrt bleiben? Da erwartet man doch mehr. In Rainhard Fendrichs Tango Korrupti sprach der Wirtschaftsbonze einst zum Staatsanwalt:
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Parken am Josephsplatz – warum es keine Lösung gibt

Im vorigen Blogartikel ging es um die Frage, ob die Tiefgarage am Josephsplatz auch für Fahrräder genutzt werden könnte: Tiefgarage am Josephsplatz – Stellplätze nur für Autos?
Das Baureferat hat meine Mail doch noch beantwortet – per Brief. Die Antwort wird hier kurz zusammengefasst und kommentiert – nicht nur hinsichtlich des Fahrrads.

Das Baureferat erklärt, es sei nicht möglich, die Tiefgarage auch für Fahrräder zu nutzen. Zum einen schätzt man die Lage so ein, dass sich Fahrradparkplätze beim fortgeschrittenen Stand der Planungen kaum noch realisieren lassen. Für Fahrräder kämen nämlich andere Anforderungen an die Tiefgarage hinzu, besonders was die Zufahrtswege betrifft.

Der zweite Punkt bezieht sich auf den Einzugsbereich, für den die Tiefgarage gedacht ist: Bis zu 400 Meter Luftlinie zwischen Haus und abgestelltem Fahrrad wären viel zu weit. Weiterlesen →